Mit der 7. Generation der Micro Switches entwickelt MICROSENS das bewährte Installationsswitch-Konzept konsequent weiter, das sich seit Jahrzehnten erfolgreich in FTTO-Netzwerken etabliert hat. Ausgelegt für moderne Fiber-to-the-Office (FTTO)-Architekturen steht der Micro Switch weiterhin für die dezentrale Arbeitsplatzkomponente, die optische Uplink-Signale vom zentralen Gebäudeverteiler direkt in standardisierte RJ-45-Benutzerschnittstellen innerhalb der Büroumgebung umsetzt bzw. schaltet.
Die Plattform der 7. Generation basiert auf einer leistungsstarken Layer-2+-Switching-Architektur mit vollständiger Wire-Speed-Performance, Non-Blocking-Forwarding sowie Energy Efficient Ethernet gemäß IEEE 802.3az. Je nach Variante stellt der Micro Switch Gigabit-Ethernet- oder 10-Gigabit-Ethernet-Uplinks über SFP/SFP+-Schnittstellen (100/1000Base-X oder 1/10GBase-R) bereit und ermöglicht damit eine zukunftssichere Bandbreitenskalierung direkt am Arbeitsplatz.
Zusätzlich zu den optischen Uplinks bieten die Geräte mehrere Kupfer-Downlink- und Benutzerports (10/100/1000Base-T). Im Rahmen des FTTO-Verkabelungskonzepts können ausgewählte Ports als verdeckte Downlinks innerhalb der Installation genutzt werden, um zusätzliche Infrastrukturgeräte wie WLAN-Access-Points, IP-Kameras oder IoT-Komponenten ohne sichtbare Verkabelung anzuschließen.
Die PoE+-Varianten (IEEE 802.3at, abwärtskompatibel zu IEEE 802.3af) sind mit PSE-Ports zur Versorgung PoE-fähiger Endgeräte direkt über den Micro Switch ausgestattet; bei bestimmten Varianten kann ein zusätzlicher Port als Powered Device (PD) betrieben werden. Dies ermöglicht flexible Stromversorgungskonzepte, einschließlich zentraler oder dezentraler PoE-Einspeisung, und macht lokale Netzteile am Arbeitsplatz überflüssig. Aufgrund der PoE-Leistungsanforderungen werden die Geräte mit 44–57 VDC (typischerweise 54 VDC) aus einem externen Installationsnetzteil versorgt, das in die Gebäudeinfrastruktur integriert ist.
Für Management und Sicherheit basieren die Micro Switches der 7. Generation auf einem zukunftsorientierten Linux-Betriebssystem und bieten umfassende Layer-2+-Funktionen. Der Zugriff auf das Gerät ist über HTTPS, SSH und SNMPv3 abgesichert; moderne Authentifizierungsmechanismen wie IEEE 802.1X, RADIUS und TACACS+ werden unterstützt. Ausgewählte Modelle unterstützen zusätzlich MACsec-Verschlüsselung (IEEE 802.1AE) auf Glasfaser-Uplinks und ermöglichen damit eine leitungsratengleiche Layer-2-Verschlüsselung für besonders sichere Enterprise- und Campus-Netzwerke.
Eine verdeckte USB-C-Konsolenschnittstelle ermöglicht den direkten lokalen Managementzugriff, während der integrierte microSD-Kartenslot optional als sicheres Backup-Medium für Firmware- und Konfigurationsdaten genutzt werden kann. Durch den Austausch der Speicherkarte lassen sich die vollständige Gerätekonfiguration und der Status schnell übertragen, was einen effizienten Geräteaustausch und eine einfache Wartung unterstützt.
Die Micro Switches sind vollständig in die MICROSENS Network Management Platform (NMP) integriert und ermöglichen eine zentrale Konfiguration, Überwachung und Firmware-Verwaltung großer FTTO-Installationen. Erweiterte Redundanzmechanismen wie Spanning Tree, ERPS (G.8032v2) und das MICROSENS Ring Protocol unterstützen hochverfügbare Netzwerktopologien auch auf der Access-Ebene.
Dank des kompakten M45-Montageformats, des lüfterlosen Designs und des umfangreichen Installationszubehörs lassen sich die Micro Switches der 7. Generation nahtlos in standardisierte Elektroinstallationssysteme, Bodentanks, Wanddosen oder Kabelkanäle integrieren – und vereinen dabei hohe Performance, Sicherheit und Flexibilität in einer dezenten und zukunftssicheren FTTO-Lösung.