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Moderne Netzwerktechnik in historischen Gebäuden: Bayerisches Kultusministerium macht seine IT fit für die Zukunft

Das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst setzt auf Qualität und auf Zukunftssicherheit – auch in punkto IT. Die Grundlage für sämtliche Anwendungen legt dabei die neu installierte IT-Infrastruktur, die rund 450 Verwaltungsbüros der beiden Gebäude im Zentrum Münchens verbindet. Zur Anbindung der Arbeitsplätze entschied sich das Ministerium für das Fiber To The Office (FTTO)-Konzept, das Standard-Kupferkabel zum Anschluss der Endgeräte nutzt, während die Büros selbst mit Glasfasern angefahren werden. Sukzessive löste diese Technologie das FTTD-Konzept ab, bei dem jeder Arbeitsplatz direkt über eine Glasfaserverbindung an die zentralen Switches mit 100 Mbit/s angeschlossen wurde.

Voraussetzung für Voice-over-IP
Lange galt Fiber To The Desk (FTTD) als das Konzept der Zukunft, heute wird es nur noch in Einzelfällen eingesetzt. Wirtschaftliche wie technische Gründe sprechen meist für FTTO, das Glasfaser- und Kupferkabel kombiniert. Im Fall des bayerischen Kultusministeriums gaben technische Neuerungen den Ausschlag, eine Alternative zur bestehenden Netzwerktechnik zu suchen: Der Wechsel von ISDN zur IP-Telefonie stand schon 2013 auf der Agenda für die kommenden Jahre und auch die auf 100 Mbit/s Bandbreite beschränkten Anschlüsse reichten in den Büros oft nicht mehr aus. In einem Gesamtprojekt schrieb das Ministerium sowohl die Vergabe der Backbone-Infrastruktur als auch die Gigabit Ethernet-Anbindung der einzelnen Büros aus. Die grundlegenden Anforderungen an die benötigten Installationsswitches in den Büros waren klar definiert:

  • einheitliches Netzwerkmanagement-System für alle Komponenten
  • einfache Installation im Kabelkanal oder Bodentank
  • VLANs in ausreichender Zahl konfigurierba
  • Loop-Erkennung möglich
  • Power-over-Ethernet, um die zukünftigen VoIP-Telefone darüber direkt zu betreiben

Die MICROSENS GmbH & Co. KG erfüllte mit ihren kompakten und leistungsstarken Gigabit-Ethernet Installationsswitches alle Kriterien und gewann als Partner der euromicron solutions, die sämtliche Komponenten auch im Backbone lieferte und installierte, den Auftrag des Ministeriums.

Umstellung nach Plan

Zunächst wurde das erste der beiden Gebäude umgerüstet. Dazu teilte der zuständige Projektleiter beim Staatsministerium Peter Thoma zusammen mit seinem Team das Gebäude in 5 Trakte ein. In der ersten Stufe bauten die euromicron Techniker die Installationsswitches von MICROSENS im Kabelkanal der jeweiligen Büros ein und schlossen sie direkt an eine der drei vorhandenen Glasfaserverbindungen an. Nach Abschluss eines Traktes mussten dann nur noch die jeweiligen Glasfasern im Switch neu aufgelegt werden. Innerhalb von nur 10 Minuten Umrüstzeit standen alle Geräte wie gewohnt zur Verfügung. Die zwei zusätzlichen Lichtwellenleiter werden zurzeit nicht mehr benötigt, sie könnten jedoch bei Bedarf auch kurzfristig wieder aktiviert werden.

Sonderanforderungen inklusive
Bei der Umstellung des zweiten Gebäudeteils im Frühjahr 2015 galt es eine bauliche Besonderheit zu berücksichtigen: Hier sollten die Installationsswitches im Bodentank untergebracht werden, allerdings war dieser im Zuge früherer Umbaumaßnahmen zu niedrig angesetzt worden. Früher kam es insbesondere dadurch häufig zu Problemen, da die Biegeradien der Glasfasern wenig Spielraum ließen und diese deshalb oft brachen. Basierend auf der frühzeitigen Planung konnte diese technische Einschränkung von MICROSENS schon im Herstellungsprozess der Installationsswitches berücksichtigt werden, so dass auch der zweite Bauabschnitt reibungslos ablief.

Topnoten für das Ministerium
Wer in einer Klassenarbeit nur Pluspunkte sammelt, sichert sich eine gute Note. So ging es auch Peter Thoma bei seinem Umstellungs-Projekt: „Unserem neuen Netzwerk bescheinigen wir uneingeschränkt eine gute Leistung. Es läuft stabil und schafft die idealen Voraussetzungen für die Umstellung auf Voice-over-IP, die vor uns liegt.“ Als positive Nebeneffekte bezeichnet der Projektleiter darüber hinaus die um Zweidrittel reduzierte Portdichte. Dadurch, dass nur eine der drei Glasfasern pro Raum genutzt wird, reduzierte sich die benötigte Portzahl der Switches und damit auch der Stromverbrauch. Zusätzlich gestalten sich Gerätewechsel nun deutlich einfacher und günstiger: Mussten vorher die vorhandenen 100 Mbit-LWL-Netzwerkkarten zunächst in das neue Gerät eingebaut werden, können jetzt alle vorhandenen Standardkomponenten genutzt werden. Die Umrüstzeiten entfallen dadurch komplett und auch Netzwerkdrucker lassen sich problemlos ansteuern. Der Umstieg von FTTD auf FTTO hat für das bayerische Kultusministerium insgesamt alle Erwartungen erfüllt.

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Über MICROSENS

Informationen über Glasfaserverbindungen zu übertragen, bringt zahlreiche Vorteile. Das erkannte die MICROSENS GmbH & Co. KG schon sehr früh. Als einer der Pioniere entwickelt und produziert das Unternehmen seit 1993 leistungsfähige Kommunikations- und Übertragungssysteme in Deutschland. Individuell abgestimmt auf die Anforderungen unterschiedlicher Nutzungsbereiche und eingebettet in umfassende Konzepte für einzelne Branchen. Vor allem aber nah am Kunden. Technische Herausforderungen aus Kundenprojekten fließen direkt in die Produktentwicklung ein. So entstehen IP-basierte Automationslösungen für moderne Gebäude, kosteneffiziente Netzwerkkonzepte für den Büro- und Arbeitsplatzbereich, robuste und ausfallsichere Lösungen für industrielle Umgebungen, optische Transportsysteme für zukunftsorientierte Weitverkehrsnetze und die effiziente Kopplung von Standorten und Rechenzentren. Darüber hinaus erschließen die verbundenen Unternehmen der euromicron Gruppe strategische Anwendungen und Technologien für Digitalisierte Gebäude, Industrie 4.0 sowie Kritische Infrastrukturen.

Über euromicron AG

Die euromicron AG ist ein mittelständischer Technologiekonzern. Als deutscher Spezialist für das Internet der Dinge (IoT) versetzt euromicron ihre Kunden in die Lage, Geschäfts- und Produktionsprozesse zu vernetzen und damit den Weg der Digitalisierung erfolgreich zu beschreiten. Mit Lösungen für Digitalisierte Gebäude, Industrie 4.0, Kritische Infrastrukturen sowie den dazugehörigen Smart Services ist euromicron Partner des Mittelstands, von Großunternehmen und Organisationen der öffentlichen Hand. Maßgeschneiderte und innovative Technologielösungen gehören zur Kernkompetenz von euromicron. Mit ihrer Expertise in Sensorik, Endgeräten, Infrastrukturen, Software und Services ist euromicron in der Lage, ihren Kunden vernetzte und übergreifende Lösungen aus einer Hand anzubieten. Damit unterstützt euromicron ihre Kunden dabei, Flexibilität und Effizienz zu steigern sowie neue Geschäftsmodelle zu entwickeln. Zur euromicron Gruppe gehören 16 Tochterunternehmen, darunter ELABO, LWL-Sachsenkabel, MICROSENS und telent. Der seit 1998 börsennotierte Technologiekonzern mit Hauptsitz in Frankfurt am Main beschäftigt weltweit rund 1.800 Mitarbeiter an 30 Standorten. Im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete die euromicron AG einen Gesamtumsatz von 332,9 Millionen Euro.