Produktsuche

Download

Diese Referenz steht Ihnen auch als PDF zur Verfügung.

PDF-Download

Mailand auf dem Weg zur Smart City

SOS Notrufsäulen in allen Stadtparks, Videoüberwachung an neuralgischen Punkten und freien Zugang zum Internet über das Open WiFi Milano – Mailand investiert in die Sicherheit von Bürgern und Besuchern. Die italienische Metropole setzt mit ihrem flächendeckenden Glasfasernetzwerk Maßstäbe. Der italienische Carrier A2A Smart City betreibt für die Kommune mittlerweile mehr als 650 Gigabit Ethernet-Industrieswitches, 1.800 aktive Netzwerk-Ports, 600 Access Points sowie 800 Videokameras. Die Netzwerktechnik dazu liefert die MICROSENS GmbH & Co. KG, ein Tochterunternehmen der euromicron AG.

Sicherheitskonzept zur Expo 2015
Bereits 2011 warf die Weltausstellung Expo, die 2015 in Mailand stattfand, ihre Schatten voraus: Im Rahmen des Sicherheitskonzepts für die Großveranstaltung entwickelten die Verantwortlichen der Stadt die Idee eines universell nutzbaren, flächendeckenden Glasfasernetzes. Die Umsetzung legte die Mailand in die Hände von A2A. Das Unternehmen ist mit 12.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von knapp 5 Mrd. Euro der zweitgrößte Energieversorger in Italien. Gleichzeitig geht der Konzern mit seinem Tochterunternehmen A2A Smart City neue Wege: Als Vorreiter auf diesem Gebiet beschäftigen sich Experten damit, wie die Stadt der Zukunft  Technologien noch optimaler und nachhaltiger für die Menschen nutzen kann. Schon vor zehn Jahren baute das Unternehmen in Brescia, ca. 60 km entfernt von Mailand,  ein Stadtnetzwerk auf, das noch heute als richtungsweisend gilt. Zum Einsatz kommt dort aktive Netzwerk-Technologie von MICROSENS. Unter anderem diese positive Referenz machte klar, dass die Industrie-Switches des Unternehmens in den Auswahltests für das neue Netzwerk in Mailand nicht fehlen durften.

 

 

Hohe Anforderungen an Industrie-Switches
Im Rahmen der Evaluierung stellten die Experten von A2A unterschiedliche Leistungsmerkmale in den Mittelpunkt. Die Industrie-Switches sollten:

  • Langlebig und robust sein
    Die Installation an Straßen, Plätzen oder Metrostrationen stellt hohe Anforderungen an die Geräte.
  • Über einen erweiterten Temperaturbereich verfügen
    Die Komponenten werden nicht in klimatisierten Rechenzentren betrieben und sind somit großen Temperaturschwankungen ausgesetzt.
  • Power-over-Ethernet-fähig sein
    Videokameras und Access Points müssen über die Switches mit Strom versorgt werden.
  • Umfangreiche Managementfunktionen bieten
    Die Vielzahl der geplanten Geräte erfordert deren einfaches, sicheres und zuverlässiges Management.
  • Trotz kompakter Abmessungen mehrere Glasfaser-Ports bieten
    Redundanz und Bandbreite stellen bei dem Konzept wesentliche Kriterien dar und erfordern entsprechende optische Schnittstellen.

Gemeinsam mit einem langjährigen italienischen Distributor, der Firma CIE TELEMATICA stellte MICROSENS die Leistungsfähigkeit seiner Gigabit-Industrieswitches im Rahmen technischer Tests unter Beweis und gewann die Ausschreibung. Mario Mauriani, Sales Account Manager: „A2A entschied sich damit für das folgende Konzept: Die Gigabit Ethernet-Switches der Profi Line-Serie von MICROSENS bilden den Netzwerk-Kern. Die extrem kompakten, flexiblen und robusten Geräte  verfügen über drei SFP-Steckplätze, die jeweils mit einem Gigabit-Glasfaser-Uplink bestückt werden. Hierdurch können sowohl Redundante Ringstrukturen als auch klassische Sternanbindungen realisiert werden. An die Switches lassen sich über klassische Ethernet-Ports je nach Bedarf direkt die WLAN-Access Points, Notrufsäulen oder Videokameras anschließen, die zudem über die Datenleitung mit Strom versorgt werden. Die Installation der Komponenten begann im Jahr 2013 und wurde seitdem kontinuierlich ausgebaut.“

Flächendeckendes Netzwerk
Das Netzwerk in Mailand wächst seitdem stetig an: Wurden im ersten Schritt die Hauptplätze im touristischen Zentrum der Stadt angebunden, kann man sich mittlerweile auch in Parks, die 20 Kilometer von Stadtzentrum entfernt sind, noch in das Open WiFi Milano einwählen. Dazu ließ die Stadt über die bestehenden Glasfaserstrecken hinaus zahlreiche neue Strecken verlegen. Die Industrie-Switches werden dabei auch an außergewöhnlichen Orten installiert, gerade hier punkten die MICROSENS Komponenten, wie A2A Smart City Direktor Alessandro Bartolini bestätigt: „Die Industrie-Switches können einfach installiert und verwaltet werden. Sie funktionieren selbst im Hochsommer unter extremen Bedingungen reibungslos. Eine größte Anzahl der Switches ist in Verteilergehäusen im Außenbereich ohne aktive Lüftung verbaut, in kritischen Bereichen kommen sogar IP67-Gehäuse zum Einsatz. Wir können uns auf die Infrastruktur wirklich jederzeit verlassen und sind in der Lage professionelle Dienste ohne Ausfallzeiten anbieten zu können. Die Endkunden erhalten eine zuverlässige WLAN-Versorgung, die Gemeindeverwaltung und die Polizei profitieren ebenfalls von der hochverfügbaren Infrastruktur, speziell im Bereich der Videoüberwachung.“ Gerade im Rahmen der sicherheitstechnischen Nutzung spielt die Zuverlässigkeit eine große Rolle. In den Parks beispielsweise ermöglicht das Netzwerk nicht nur das kostenlose Surfen im Internet: In regelmäßigen Abständen finden die Besucher Notrufsäulen, die ebenfalls über das Netzwerk mit der Leitstelle gekoppelt sind.

Sicheres Champions-League Finale
Auch die internationalen Fußballfans profitierten beim Finale Champions League 2016 im Mailänder Giuseppe-Meazza-Stadion von dem fortschrittlichen Konzept. Gezielt weitete die Stadt das Netzwerk dafür aus, so dass auch rund um das Stadion das freie Internet genutzt werden kann. Darüber hinaus stand für die Sicherheitsexperten die umfassende Videoüberwachung des Geländes gerade in Hinblick auf die Terrorgefahr im Mittelpunkt des Interesses. Auch diese ließ sich über das Glasfasernetz reibungslos realisieren. Für die Zukunft soll das Netzwerk weiter ausgebaut und für andere Anwendungen im Umfeld von Smart City genutzt werden: Park- und Verkehrsleitsysteme zählen dazu ebenso wie die intelligente Straßenbeleuchtung.

© Fotomaterial mit freundlicher Genehmigung der Stadt Mailand
© istockphoto.com/Luneberg_521270990