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Leistungsfähiges Netzwerk in alten Mauern – FTTO im Neuen Rathaus Leipzig

Imposant erhebt sich das Neue Rathaus in Leipzig vor den Besuchern. Der monumentale Bau, der schon seit 1905 Sitz der Leipziger Stadtverwaltung ist, gilt als einer der bedeutendsten Rathausbauten Deutschlands. Für die IT-Verantwortlichen birgt der fünfstöckige Bau mit unzähligen Räumen, verwinkelter Architektur und massiver Bausubstanz jedoch einige Tücken. Schon das Verlegen neuer Kabel wird hier zur echten Herausforderung. Eine gut durchdachte und langfristig angelegte Netzwerk-Planung optimiert sowohl den Platz als auch die vorhandenen Ressourcen und gewährleistet Nachhaltigkeit. Das Konzept basiert auf der Fiber To The Office-Technologie der MICROSENS GmbH & Co. KG, einem Tochterunternehmen der euromicron AG.

Zukunftsorientiertes Konzept im historischen Gebäude
Ein Glasfaserkabel statt unzähliger Kupferkabel, keine Unterverteiler in den einzelnen Stockwerken – alte Gebäude erfordern eine minimalistische Netzwerkverkabelung. Auf hohe Bandbreiten muss dennoch niemand verzichten. Das beweist das IT-Konzept des Neuen Rathauses in Leipzig und überzeugt gleichzeitig durch Langlebigkeit und Flexibilität. Die Sanierung des historischen Gebäudes begann noch im letzten Jahrtausend. 1999 stand der IT-Dienstleister der Stadt Leipzig, die Lecos GmbH, vor der Herausforderung, ein leistungsfähiges Netzwerk in dem historischen Gebäudekomplex zu errichten. Aus den neunziger Jahren war nur eine lückenhafte Koax-Verkabelung vorhanden, die langfristig nicht ausgebaut werden sollte: Die Längenbeschränkung auf 90 Meter, die erforderlichen Verteilerräume und die verwinkelte Architektur sprachen ebenso gegen den Einsatz von Kupfer wie dessen unbändiger Platzbedarf. Lecos und die Stadt Leipzig trafen eine zukunftsorientierte Entscheidung: Das gesamte Gebäude sollte sukzessive mit Glasfaser verkabelt, die Anschlüsse der Endgeräte allerdings kostengünstig über Ethernet-Schnittstellen ausgeführt werden.

Nachhaltige Realisierung bei begrenzten Budgets
MICROSENS, Experte auf dem Gebiet der Glasfasertechnologie, entwickelte Mitte der neunziger Jahre das Fiber To The Office-Konzept: Heute verbinden kompakte Büroswitches im Kabelkanal das Glasfasernetz mit den Endgeräten. Ausschlaggebend bei der Auftragsvergabe waren neben attraktiven Konditionen, die Erfahrung und Kompetenz des deutschen Herstellers. Aus heutiger Sicht ist das Besondere an diesem Projekt nicht nur, dass die Technologie immer noch topaktuell ist. Vielmehr ermöglicht sie dessen schrittweise Realisierung gemäß der aktuellen Haushaltslage. Um es genau zu nehmen, arbeitet Lecos an drei Projekten gleichzeitig:

  • Grundsanierung des Gebäudekomplexes und der damit verbundenen Glasfaserverkabelung und Erstausstattung mit Micro-Switches,
  • Tausch installierter Micro-Switches auf PoE-fähige Switches,
  • Betrieb der alten Infrastruktur.

Die Glasfaserverkabelung und die Installation der FTTO-Switches wurden im 5. Stock des Gebäudes begonnen. Mittlerweile arbeiten 500 Mitarbeiter im 3., 4. und 5. Stockwerk über FTTO. Im 4. und 5. Stock wurden die Switches der ersten Generation schon durch neue PoE-fähige Switches mit Gigabit Uplink ersetzt. Im dritten Stock müssen die Komponenten noch getauscht werden und in den unteren drei Stockwerken gilt es zunächst, eine Glasfaser-Infrastruktur zu schaffen und Micro-Switches zu installieren. Bis dahin wird hier die vorhandene Kupferverkabelung genutzt.

Moderne Technologie zur sofortigen Nutzung Die Stadt Leipzig achtet sehr auf die nachhaltige Verwendung der Mittel und aufgrund des begrenzten Budgets erstreckt sich die Netzwerk-Implementierung auf einen längeren Zeitraum. Dank der flexiblen MICROSENS Technologie profitiert die Stadtverwaltung dennoch schon heute von einem flächendeckenden WLAN im Neuen Rathaus. Lecos installierte an allen relevanten Stellen PoE-fähige Switches, um die WLAN Access Points darüber zu betreiben und eine durchgängige Ausleuchtung zu gewährleisten. In den oberen Stockwerken nutzte der Dienstleister dazu die installierten Micro-Switches. In den unteren Stockwerken entschloss man sich, die vorhandenen Verteiler zu tauschen. Hier kommen jetzt 25-Port Profi Line Switches von MICROSENS zu Einsatz. Die industrietauglichen Gigabit Ethernet-Switches bieten PoE, verfügen über einen erweiterten Temperaturbereich und benötigen keine aktiven Lüfter. Hier sieht André Rumpelt, Netzwerkverantwortlicher bei Lecos für die Stadt Leipzig, einen enormen Vorteil: „Da wir keine separaten Verteilerräume zur Verfügung haben, stehen die Verteiler-Switches in Büros. Permanente Geräusche von Lüftern wollten wir den Mitarbeitern nicht zumuten.“

Durchgängige Kompatibilität sichert reibungslosen Betrieb
Sämtliche Anwendungen, die im Rathaus genutzt werden, laufen über das Netzwerk. Die Verfügbarkeit der IT-Infrastruktur ist essentiell für die insgesamt 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. André Rumpelt gibt sich dabei gelassen: „Wir haben mehr als 300 Micro-Switches und 30 Profi Line Racks im Einsatz. Die MICROSENS Komponenten arbeiten absolut zuverlässig, wir sind sehr zufrieden. Und die Konfiguration ist einfach: Wir nutzen dazu ganz komfortabel die PC-basierte Management Software.“  Insgesamt profitieren Lecos bzw. die Stadtverwaltung Leipzig unter anderem von der durchgängigen Kompatibilität der MICROSENS Switches. Und tauchen doch einmal Fragen auf, weiß das IT-Team den qualifizierten Support des deutschen Herstellers zu schätzen. Ein wichtiges Kriterium für Lecos als Full-Service-Dienstleister. Schließlich installiert das Team um André Rumpelt die Switches nicht nur, sondern betreibt das gesamte Netzwerk. Um dies weiter zu optimieren, plant der IT-Verantwortliche zukünftig die Verwaltung aller Switches über das serverbasierte MICROSENS Netzwerk-Management-System. Insgesamt bleibt es auch in den kommenden Jahren spannend: Sobald alle Büros mit der aktuellen FTTO-Technik inklusive PoE ausgestattet sein werden, folgt die Umstellung der Telefonanlage auf IP.