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Eindeutiges Urteil in Schleswig-Holstein: FTTO eignet sich optimal für die Justiz

Glasfaser bis zum Arbeitsplatz – als die Justizbehörden in Schleswig-Holstein dies vor knapp zwanzig Jahren realisierten, lagen sie voll im Trend. Auch heute bietet die Glasfasertechnologie wesentliche Vorteile – jedoch erfüllten sich die Erwartungen an die großflächige Verbreitung von Fiber-to-the-Desk (FTTD) nicht. Gemeinsam mit der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR entschieden die Justizbehörden 2008, die Infrastruktur in allen Gebäuden sukzessive zu modernisieren. Die Glasfaser bis zum Arbeitsplatz wurde schrittweise von dem Konzept Fiber-to-the-Office abgelöst. Durch Installations-Switches von Microsens profitieren die Dienststellen nach wie vor von den Vorteilen der Glasfasertechnologie, gleichzeitig sinken die IT-Kosten immens.

Universell und schnell

„Nachdem wir die Ausgangssituation ausgiebig analysiert hatten, stand für uns schnell fest, dass sich das Fiber-to-the-Office-Konzept ideal für uns eignete“, erklärt Dirk Strehl, Bearbeiter der GMSH im Bereich Landesbau/Technische Ausrüstung. Dabei wird die vorhandene Glasfaser-Infrastruktur komplett weiter genutzt, die Anschlüsse in den einzelnen Büros werden aber ausgetauscht. Möglich wird dies durch einen Installations-Switch, der in den einzelnen Büros installiert wird und die Umsetzung von der LWL-Infrastruktur auf die Kupferverkabelung übernimmt. Direkt bei der ersten Ausschreibung erhielten die Installations-Switches von Microsens den Zuschlag. Durch das standardisierte 45 x 45 Design können sie ohne spezielles Werkzeug eingebaut werden. Gleichzeitig unterstützen sie Power-over-Ethernet, d.h. Endgeräte können direkt über die Datenleitung mit Strom versorgt werden, ein zusätzlicher Netzanschluss wird damit überflüssig. Auf der Ausgangsseite stehen den Anwendern pro Installations-Switch vier standardisierte RJ-45-Anschlüsse mit 100Base-TX sowie ein 100 Base-FX LWL-Port zur Verfügung. Zusätzliche Medienkonverter entfallen und alle neuen Endgeräte benötigen nach der Umrüstung nur noch die standardmäßig eingebauten LAN-Schnittstellen auf Kupferbasis. Ein weiteres Kriterium der Ausschreibung erfüllten die Switches, da sie Quality-of-Service unterstützen und damit Voice-over-IP übertragen können. Das zentrale Management der Switches gewährleistet ein integrierter Netzwerkmanagement-Agent, der SNMP unterstützt.

Bei der Wahl des Dienstleisters spielte auch die Erfahrung im Umgang mit Glasfasern eine große Rolle. Über die Jahre brechen die Pigtails bei nicht fachgerechter Nutzung sehr leicht und eine Spleißablage war bei der Erstinstallation noch nicht verfügbar. Hier erhielt im ersten Jahr ein IT-Dienstleister aus Kiel den Zuschlag, seit 2009 konnte die euromicron systems GmbH die Ausschreibungen für sich entscheiden.

Organisation ist alles

Um den Betrieb in den Behörden möglichst wenig zu stören, erforderten die Umrüstungen eine exakte Planung. Seit 2008 wurden über 4.800 Microsens Switches eingebaut. Der Ablauf folgte dabei immer dem gleichen System: Die betroffenen Behörden wurden mit einigen Wochen Vorlauf von dem Projekt informiert. Pro Liegenschaft rüstete die GMSH 150-250 Ports um. Die Umrüstzeit betrug dabei insgesamt maximal drei Wochen. Zwei Stunden etwa dauerte eine Umstellung pro Büro. Für die Mitarbeiter ergaben sich keine Beeinträchtigungen, da sie rechtzeitig informiert wurden und ihre Arbeitsabläufe darauf abstimmen konnten.

Schnell, sauber, zukunftsorientiert

Blickt man zurück auf den Verlauf des Projekts, fallen vor allem die Geradlinigkeit und der reibungslose Ablauf auf. Allein 2011 konnten 11 Projekte realisiert werden. De facto bot Fiber-to-the-Office die optimale Kombination aus Modernisierung und Investitionsschutz. Eine Kupferverkabelung hätte bautechnische und organisatorische Aufwand einen erheblich größeren Aufwand verursacht. Zudem spart die jetzige Lösung auch dauerhaft Betriebskosten. Durch die Power-over-Ethernet-Funktion entfallen eigene Netzteile für die Endgeräte und damit auch der durch sie verursachte Strom. Der Stromverbrauch durch den Switch wird zusätzlich durch den Einbau eines zweipoligen Schalters begrenzt, mit dem bei Verlassen des Büros Switch und Telefon ausgeschaltet werden können. Und der Einführung von Voice-over-IP können die Justizbehörden gelassen entgegensehen. Manchmal geht es eben doch auch einfach.