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Das größte Bergbaumuseum der Welt setzt auf Fiber To The Office

Das Fördergerüst auf dem Gelände des Deutschen Bergbau-Museums Bochum (DBM) sieht man schon von weitem. Rund 300.000 Besucher strömen jedes Jahr nach Bochum, um sich auf knapp 13.000 m² über- und untertägiger Ausstellungsfläche über die Welt des Bergbaus zu informieren. Im Anschauungs-bergwerk erhält man einen lebendigen Eindruck, wie die Arbeit unter Tage organisiert war oder zum Teil noch ist. Wie vielfältig die Aufgaben des Leibniz-Forschungsmuseums für Georessourcen darüber hinaus sind, wissen hingegen die wenigsten: Neben den Ausstellungsräumen gehören auch ein eigener Forschungsbereich mit den Schwerpunkten Archäometallurgie, Bergbaugeschichte, Materialkunde und Montanarchäologie sowie das Montanarchäologische Dokumentationszentrum mit dem Bergbau-Archiv Bochum zum Museum. Entsprechend umfangreich sind auch die Anforderungen an die Netzwerk-Infrastruktur der Einrichtung. Historische Gebäude, Neubauten, Anschauungsbergwerk unter Tage – schon die baulichen Gegebenheiten stellen große Herausforderungen an die Netzwerktechnologien. Auch die unterschiedlichen Bedürfnisse der Forscher, die häufig nur für einzelne Projekte nach Bochum kommen, sind sehr individuell. Eine Kombination aus Glasfaser- und Kupferverkabelung bietet dem Museum maximale Flexibilität bei einem optimalen Preis/Leistungsverhältnis. Die Fiber To The Office-Komponenten, die das möglich machen, stammen von der MICROSENS GmbH & Co. KG, einem Tochterunternehmen der euromicron AG.

Forschen und entdecken
Das Deutsche Bergbau-Museum (DBM) Bochum ist eines der meistbesuchten Museen Deutschlands und darüber hinaus ein renommiertes Forschungsinstitut im Bereich Georessourcen. Jedes Jahr kommen zahlreiche Wissenschaftler an das Leibniz-Forschungsmuseum, um an interessanten Projekten mitzuarbeiten. Dabei ist das Museum organisch gewachsen: Nach und nach kamen immer neue Gebäude und Ausstellungshallen hinzu. Das zentrale Verwaltungsgebäude stammt dabei von 1930 und wurde im Laufe der Jahre mit zahlreichen Anbauten erweitert. Um der historischen Substanz Rechnung zu tragen und gleichzeitig für zukünftige Anforderungen gerüstet zu sein, entschloss man sich schon Ende des letzten Jahrtausends für eine Glasfaserverkabelung des Gebäudekomplexes. Nun stehen weitreichende Änderungen an: Mit der Sanierung des Museumsgebäudes und der Neugestaltung der Dauerausstellung bricht das DBM in seine Zukunft auf. Parallel dazu wird auch das zentrale Verwaltungsgebäude saniert. IT-Leiter René Schauf stellte bei dieser Gelegenheit auch die Netzwerkinfrastruktur auf den Prüfstand.

Schnell und effizient
Bei der Entscheidung für Glasfaser im Verwaltungsgebäude setzte das DBM vor mehr als 15 Jahren zunächst auf die direkte Anbindung der Endgeräte über Lichtwellenleiter. Schnell stellt sich aber heraus, dass diese Fiber To The Desk-Lösung auf längere Sicht zu teuer werden würde. Zunächst behalf sich die IT mit einzelnen externen Medienkonvertern. 2006 wurde die IT-Abteilung um René Schauf auf die Fiber To The Office-Lösung von MICROSENS aufmerksam. Ausführliche Tests und detaillierte Kostenrechnungen zeigten damals sehr schnell die Vorteile der kompakten FFTO-Switches. Zehn Jahre später waren mehr als 35 Systeme der ersten Generation sowie in anderen Gebäuden Installations-Switches der Generation 4 im Einsatz. Tauchte ein Fehler auf, konnten bisher alle Komponenten kostengünstig repariert werden. In Neubauten setzte das DBM Anfang des Jahrtausends noch auf eine Kupferverkabelung.

Langfristig und zukunftsorientiert
Im Zuge der umfassenden Umstrukturierung des DBM wog man die unterschiedlichen Konzepte gegeneinander ab. Fiber To The Office überzeugte in mehrerer Hinsicht:

  • Platzmangel in historischen Gebäuden: Kupferkabel würden neue Kabelkanäle erfordern, zusätzlich beansprucht moderne Haustechnik Platz im Kabelkanal

  • LWL ist nicht störanfällig

  • Der Anschluss der Unterverteiler an den Hauptverteiler erfolgt schon immer in Glasfaser
  • Größere Distanzen innerhalb eines Gebäudekomplexes können mühelos überbrückt werden

Was vorher schon abzusehen war, wurde auch im gezielten Vergleich bestätigt: Das DBM entschied sich strategisch für die mittelfristige Homogenisierung der IT-Landschaft. Zukünftig erfolgt in allen Gebäuden die Verkabelung nach dem FTTO-Konzept. Gleichzeitig werden die MICROSENS Switches der 1. Generation in Gebäude 5 sukzessive gegen die Gigabit Ethernet Installations-Switches der Generation 6  getauscht. Die kleinen kompakten Systeme lassen sich einfach und schnell direkt in den Kabelkanal einbauen und über Glasfaser an das Netzwerk anbinden. Über Standardanschlüsse vom Typ RJ-45 werden die Endgeräte kostengünstig angeschlossen.

Flexibel und planbar
René Schauf zeigt sich überzeugt von der Lösung: „Die Anforderungen an unsere IT verändern sich ständig, das FTTO-Konzept bietet uns in den Büros die maximale Flexibilität. Gleichzeitig spricht der reibungslose Betrieb der Switches über eine Dauer von zehn Jahren absolut für MICROSENS.“ Selbst wenn extrem hohe Anforderungen an die Netzwerkkapazität im Rahmen eines Projektes auftauchen, beispielsweise durch Streaming-Konferenzen, können diese über einen direkten LWL-Uplink problemlos erfüllt werden. Darüber hinaus lassen sich die Installations-Switches durch steckbare SFPs schnell an neue Geschwindigkeiten anpassen. Wird in der Unterverteilung ein neuer Switch installiert, genügt es den SFP zu tauschen, um dessen Bandbreite zu nutzen. Im Umkehrschluss bietet dies dem DBM die Chance die Netzwerk-Infrastruktur nach und nach anzupassen. Beispielsweise können die 78 LWL-Ports in den Unterverteilern von Gebäude 5 auf diesem Weg schrittweise ersetzt werden, so dass die Kosten nicht en block entstehen. Insgesamt sieht sich das Deutsche Bergbau-Museum Bochum mit der Kombination aus Glasfaser- und Kupferverkabelung nach dem FTTO-Konzept hervorragend gerüstet für die Zukunft.