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MICROSENS xWDM-Technologie optimiert Datenübertragung in luftigen Höhen: AMPRION steuert Stromleitungsnetz über eigene Glasfasern

IT-Netze müssen zuverlässig funktionieren, das gilt in allen Branchen. Die Anforderungen der Amprion GmbH hinsichtlich ihrer Verfügbarkeit könnten dennoch die wenigsten Netze erfüllen. Über eigene Glasfaserverbindungen steuert und überwacht das Unternehmen das größte Höchstspannungsnetz Deutschlands. Eine Aufgabe, die mit der Liberalisierung des Strommarktes deutlich an Komplexität zunahm. Die vorhandene IT-Infrastruktur gelangte an ihre Grenzen. Knackpunkt dabei: Das Datennetz befindet sich in schwindelnder Höhe, ganz oben an den Hochspannungsmasten. Mit leistungsfähigem Wellenlängenmultiplexing von MICROSENS gelang es, die Kapazitäten des IT-Netzes sicher und zuverlässig zu erweitern.

Sicher zum Ziel: Leittechnik auf der Höhe der Zeit

Mehr als 11.000 Kilometer Leitungen sowie 160 Umspann- und Schaltanlagen zählt das Netz der Amprion GmbH. Das Unternehmen verantwortet dabei nicht nur den zuverlässigen Transport des Stroms durch ganz Deutschland. Es sichert auch das Verhältnis von Strombedarf zum Stromverbrauch. Und auch im europäischen Umfeld erfüllt Amprion zentrale Aufgaben. Mit Kuppelleitungen verbindet das Unternehmen die Stromnetze in Europa und sichert damit die bedarfsgerechte Stromversorgung. Kunden aus Industrie, Weiterverteiler, Stromhändler und Erzeuger können an rund 395 Stellen diskriminierungsfrei Strom einspeisen und entnehmen. Die Strommengen jederzeit zuverlässig zur Verfügung zu stellen, erfordert eine sehr akkurate Planung. Amprion betreibt dazu zwei Leitstellen im Raum Köln sowie eine in Ludwigsburg. Mit modernsten Technik steuert das Unternehmen von hier aus sämtliche Anlagen des Höchstspannungsnetzes. Gekoppelt sind die drei Leitstellen über ein eigenes Glasfasernetz ganz oben an den Höchstspannungsmasten, bestehend aus sogenannten Optical Ground Wires. Sie sind speziell für die Anforderungen dieser Verlegungsart konzipiert, die Glasfasern sind dabei umhüllt von einem stabilen Mantel aus Stahl und Aluminium.

Komplexität benötigt Bandbreite: Neues Konzept gesucht

Mit der Liberalisierung des Strommarktes stiegen die Anforderungen an die Kapazitäten des Datennetzes kontinuierlich an. Durch die hohe Auslastung nahm auch das Risiko eines Netzausfalls stetig zu. Schnelles Handeln war hier gefragt. Komplett neue physikalische Verbindungen aufzubauen, wäre mit großem finanziellen und zeitlichen Aufwand verbunden gewesen. Das NT-Team von Amprion entschied sich für eine andere Technologie: das Wellenlängenmultiplexing. Durch die parallele Übertragung mehrerer Lichtfrequenzen auf einem vorhandenen Faserpaar konnten die Kosten für die Verlegung neuer Kabel eingespart werden.

Auf der Suche nach einer geeigneten Lösung erarbeitete das IT-Team um Burkhard Laumann einen anspruchsvollen Anforderungskatalog:

·         Flexibilität beim weiteren Ausbau

·         Sehr robuste Geräte mit hoher Ausfallsicherheit

·         Die Systeme sollten Backupmöglichkeiten bieten

·         Kurze Reaktionszeiten des Herstellers bei Fragen

·         Sehr gutes Verständnis der Aufgabenstellung von Seiten des Herstellers

·         Sofortige Lieferfähigkeit aller Funktionalitäten, da kurze Projektzeiten

·         Gutes Preis-/Leistungsverhältnis

Mit seinem Konzept der Optical Transport Platform konnte MICROSENS diese Kriterien am besten erfüllen und gewann die Ausschreibung, die Amprion durchführte. Innerhalb weniger Monate installierte der Hersteller in den Umspannanlagen modular aufgebaute Vernetzungslösungen vom Typ MSP 1000 und MSP 3000. Burkhard Laumann erklärt dazu: „WDM-Planung ist nicht trivial, sie erfordert ein wirklich tiefgehendes Verständnis der Materie. Die kompetenten Mitarbeiter von MICROSENS trugen wesentlich dazu bei, dass wir das Netz so schnell auf WDM umstellen konnten.“ Als Herausforderung erwies sich vor allem die Vorgabe von Amprion, auch bei größeren Distanzen ohne optische Verstärker auszukommen. Doch auch dafür fanden die Ingenieure bei MICROSENS eine optimale Lösung.

Kapazitäten nach Bedarf: Wellenlängenmultiplexing schafft optimale Basis

Insgesamt konnten die vorhandenen Kapazitäten des Datennetzes um ein Vielfaches erhöht werden. Seit der Installation der Optical Transport Platform im Jahr 2011 arbeitet das Netz zuverlässig und ohne Störungen. Physikalisch sind die drei Leitstellen wie in einem Dreieck angeordnet, dessen längste Seite ungefähr 1.000 Kilometer misst. Die Gesamtlänge der xWDM-Übertragungsstrecke umfasst  ca. 1.800 km. Netzwerkseitig wurde eine Ringstruktur gewählt, die komplett redundant ausgelegt wurde. So können auch Ausfälle in mehreren Teilbereichen überbrückt werden.